Der Diplomatenraser

Seit gestern geistert ein Video durch die Untiefen des Internets. 

Gezeigt wird ein Porsche-Cockpit, das über die Triesterstraße und auf die A23 schießt - das ist jetzt an und für sich noch nichts neues, passiert dort ja doch mit einer gewissen Regelmäßigkeit, das allerdings in der Regel in der Nacht.

Diesmal scheint es ein Nachmittag zu sein. Die Straße ist brechend voll. Das Gefährt zu dem das Cockpit gehört wird über die A23 katapultiert. Ein Schwenk auf den Tacho zeigt eine schwache "260". Der Pannenstreifen lässt den übrigen Verkehr links liegen.

Die Pointe ist allerdings eine andere. Angeblich handelt es sich um ein Fahrzeug mit Diplomatenkennzeichen. Die Exekutive wird hier zu Statisten.

Printmedien stellen die Behauptung auf die Diplomatenkennzeichen wären in Wirklichkeit gar keine, der Hauptdarsteller kein Diplomat. Fest steht die Polizei kann dennoch nur achselzucken und das obwohl die Identität des Rasers bereits bekannt sei. Eine Anzeige liegt nicht vor, einen Tatzeitpunkt kann man am Video nicht feststellen. Frei nach "wenn im Wald ein Baum umfällt aber keine hört es, ist er dann wirklich umgefallen?" wird diese dokumentierte Fahrt wohl auch ex lege ungeschehen gemacht.

Was lernen wir daraus?
Diplomatenkennzeichen fälschen und keinen Zeitindex auf das Video stempeln reichen aus um sich der Gerichtsbarkeit zu entziehen... Interessant!

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