Neuer Mustang! Echt jetzt!

Legenden existieren in unseren Köpfen. Der Schleier dessen was war, verdeckt elegant das was nicht hätte sein dürfen. Im verklärten Blick der Retrospektive scheinen die Fehler zu verschwinden. Was übrig bleibt, ist die Erinnerung an die vermeintliche Perfektion. Begegnet man einer Jugendliebe wird einem das Ausmaß der eigenen Romantisierung der Realität schmerzhaft bewusst. Je länger die Vergangenheit zurück liegt, desto schmerzhafter wird einem die Tragweite der allmählichen Evolution bewusst. 


Bildquelle: www.revologycars.com

Steigt man aus einem zeitgemäßen Auto in einen Klassiker aus den 60ern, kann einem der Realitycheck kaum härter treffen. Selbstverständlichkeiten der Moderne waren vor so vielen Jahrzehnten noch lange nicht Standard. Fahrwerke waren weicher, Lenkungen unpräziser und elektrische Fensterheber, Zentralverriegelungen und Klimaanlagen beispiellos.

Treffen zeitgemäße Erwartungen auf historische Substanz, ist die Enttäuschung oft groß, denn alte Technik ist eine Leidenschaft für sich und die Leidensfähigkeit ist die Grundvoraussetzung.


Bildquelle: www.revologycars.com

Dass das nicht so sein muss, beweist das US-Amerikanisches Unternehmen "Revology". Was hier in Handarbeit entsteht, ist ein Replica des originalen 1964er Mustangs. Doch das "Original" geht nur soweit wie das Auge reicht. Unter der Haut ist Moderne angesagt. Das Fahrwerk, der Antrieb und jede Menge anderer Details sollen State of the Art sein - zumindest wenn man dem Eigenlob des Unternehmens glauben schenken darf. 



Wenn nach Durchsicht des Werbematerials das Will-Haben-Gefühl über einem hinwegschwappt, dann ist es nur verständlich. Allfällige Besitzwünsche können durch Einwurf mittelgroßer Scheine ab einem Gesamtwert von rd. $ 120.000,- mit Leichtigkeit erfüllt werden. Stellt sich nur noch die Frage: Wo ist jetzt die nächste Bank?...


Bildquelle: www.revologycars.com

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